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W.Pleschberger

 

Konzertreise August 2002

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01.09.2002

Gottesdienstgestaltung
am Sonntag 1. September 2002
in der Pfarrkirche St.Ulrich bei Steyr (Oberösterreich)
"Kärntner Messe" von Hopfgartner-Drewes

Als weithin sichtbares Wahrzeichen steht die Kirche von St. Ulrich markant auf einer Anhöhe über dem Ennstal. Der Eindruck des gotischen Baukörpers wird vor allem durch das großräumige Hauptschiff geprägt, welches von 1511-1518 erbaut, aber erst im Jahre 1646 eingewölbt und gedeckt wurde. Die Anlage des nunmehr 3jochigen Hauptschiffes dessen Gewölbe wahrscheinlich im 19. Jhdt. erneuert wurde, geht auf die spätgotische Form der Hallenkirche zurück. Die heimischen Baumeister folgten damit einer Bauidee, die in erster Linie der Vereinheitlichung und Öffnung des Kirchenraumes dient. Gerade der Vergleich zwischen dem im 15. Jhdt. erbautern Chorraum (Presbyterium) und dem Hauptschifff von St. Ulrich zeigt deutlich, wie sehr sich an der Wende zur Neuzeit die Sakralarchitektur einer lichtdurchfluteten Bauweise zuwandte.

Nach Angabe des Historikers Franz Xaver Pritz wurde das Presbyterium erst 1493 fertiggestellt und noch im selben Jahr durch Bischof Nikolaus Hypo von Passau eingeweiht.

Es zählt zu den großen Leistungen der Bauherrn und Handwerker der Gotik, dass sie die Anlagen ihrer Bauten oft für Generationen im voraus planten und konzipierten. Nur so ist es erklärbar, dass vielerorts Teile von Kirchen entstanden, die oft erst 50 oder 100 Jahre nach Baubeginn in meistens noch größerer und prächtigerer Form vollendet wurden. Auch St. Ulrich dürfte dabei keine Ausnahme gewesen sein.
In einer lange Zeit unverstandenen und erst heute wieder interessanten Rückbesinnung auf alte Bautraditionen, wurden Ende des 19. Jhdts. sowohl bei Sakral-, als auch bei Profanbauten neuerlich gotische Stilformen als Gestaltungselemente aufgegriffen. In der Architekturgeschichte wird diese Phase als Neo- oder Neugotk bezeichnet und dokumentiert. Nicht nur der Kölner Dom erhielt in dieser Epoche seine zwei weltberühmten neugotischen Türme, sondern auch die Kirche von Ulrich. Sie wurde 1868 mit einem weithin sichtbaren Turm versehen, der den unscheinbaren Anbau an der Nordseite ersetzte. Das Geläute bestand damals aus fünf Glocken, darunter eine sehr große mit 750 kg.
Mit der vorangegangenen Erweiterung der Sakristei im Jahre 1840 wurde die eigentliche Bautätigkeit an der Kirche von St. Ulrich Ende des 19. Jhdts. abgeschlossen.
Als Resultat blieb eine überzeugende Verbindung von Spätgotik und Neugotik erhalten, die heute als sichtbares Zeichen das architektonische Zentrum des Ortes St. Ulrich bildet.

Zum Vergrößern bitte anklicken! (Foto: Renate Hartlauer)   (Foto: Renate Hartlauer)  Solistin Christine Oberlercher mit Chor (Foto: Renate Hartlauer)
Dieser Gottesdienst in der Friedensgemeinde St. Ulrich bei Steyr war eine richtige Erbauung für uns!
Nach der Kärntner Messe wünschte sich der Pfarrer nocheinmal das Yakanaka, in dem die Solistin Christine Oberlercher (Bild rechts) die zahlreichen Zuhörer begeisterte.

Danach heisst es endgültig Abschied nehmen und wir machen uns auf die Heimreise nach Spittal.
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